Geschichte

Im Jahre 1913 initiierte der Direktor der Autofirma Apollo aus dem thüringischen Apolda, Herr Direktor Carl Slevogt, die erste Bergprüfungsfahrt am Gabelbach. Bereits 1904 wurde mit Motorrädern der Versuch unternommen die steile Bergstrecke am Berg zu bezwingen – warum dies misslang können Sie gern im Buch zur Rennstrecke nachlesen.

Stand anfangs der „Prüfungscharakter“ für die Fahrzeuge im Vordergrund, entwickelten sich daraus die legendären Bergrennen in Ilmenau. Keiner ahnte damals, dass insgesamt 12 Rennen von 1913 bis 1934 Zehntausende von Zuschauern fesseln würden. Am Gabelbach starteten viele der großen Rennfahrer der damaligen Zeit. Genannt seien hier stellvertretend M. von Brauchitsch, R. Caracciola, B. Rosemeyer, G. Burggaller, P. Pietsch, B. Kohlrausch und E. von Delius. Auch die Fahrer aus Thüringen konnten sich erfolgreich behaupten. Unvergessen ist Paul Greifzu aus Suhl. Er feierte am Gabelbach seine ersten Erfolge als Motorradfahrer. Aber auch der Ilmenauer Gottschall, der Langewiesener Carl Götze und Walter Weispflug aus Großbreitenbach konnten hier erfolgreich ihr Können unter Beweis stellen. Selbst Autos und Motorräder aus Suhl feierten am Gabelbach nicht nur Achtungserfolge. Gerade die Suhler Konstrukteure der Simsonwerke und der Krieger-Gnädig-Motorräder brachten in ihrer unmittelbaren Umgebung ausgezeichnete Modelle an den Start. So pilotierte der renommierte Fahrer Karl Kappler 1926 den Simson Supra zum Sieg.

Einer der bekanntesten Privatfahrer in den 20-ern war Huldreich Heusser aus Kleinschmalkalden. Er fuhr sich als 4-facher Gabelbachsieger (1924 – 1927) in die Herzen der Ilmenauer. Zum 9. Gabelbachbergrennen im Jahr 1928 wurde Huldreich Heusser trotz eine Fabelzeit mit neuem Rekord mit einer grandiosen Fahrt von Rudolf Caracciola, der als Letzter startete, geschlagen. Nur Tage später verunglückte Heusser beim Buckower Dreiecksrennen tödlich. Das Jubiläumsrennen 1929 stand ganz unter dem Namen des unvergessenen Heusser. Der damals eingeweihte Gedenkstein säumt noch heute die Strecke und befindet sich in unserer persönlichen Pflege.

Gedenkstein
Huldreich Heusser 1928 in Freiburg i.Br
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